Staffel „Wie man 250K im Jahr macht“ · Folge 6

Mein Start als Freelancer

Von wo konnte ich starten, und welche Ziele kamen vor den 250K? · 3. November 2026

Mein erstes volles Jahr als Freelancer hat ungefähr 75.000 Euro gebracht, und ich weiß, dass das ein Privileg war. Ich kam aus der Startup-Szene und habe nicht bei null angefangen. Genau das musst du bei jedem Start zuerst verstehen, auch bei deinem: Von wo kannst du starten?

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Von wo du starten kannst

Meine GmbH habe ich um 2018 herum gegründet, mit Mitte 30. Hinter mir lagen ungefähr zehn Jahre in Startups, von etwa 2008 bis 2018, und zu Hause gab es schon eine Familie mit drei Kindern. Bei null anfangen konnte ich also nicht.

Musste ich auch nicht. Meine ersten Freelance-Jobs kamen über das Netzwerk aus den Startup-Jahren, meistens Beratung. In diesem ersten Jahr habe ich im Grunde mich selbst verkauft, die Mischung aus Technik, Marketing und etwas Teamführung, und zwar an Leute, die schon wussten, was ich kann.

Deshalb musst du ganz am Anfang verstehen, wo du starten kannst. Bei mir waren das ein Netzwerk und Einnahmen aus Beratung, und wenn du jünger bist, sind deine Kosten niedriger und du kannst woanders anfangen.

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Was Beratung kann und was nicht

Die Beratung hat es mir möglich gemacht, meine Produkte aufzubauen, und bis heute bezahlen verkaufte Stunden den Bau des Einkommens ohne Stunden. Als Weg auf Dauer bin ich aber kein Fan davon, weil sie mich nicht weiterbringt.

Wenn du also auch mit Beratung anfängst, rechne sie als das Geld, das den Bau von etwas anderem bezahlt. An dem Tag, an dem sie der ganze Plan wird, verkaufst du wieder nur Stunden.

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Vier Ziele, die sich abgelöst haben

Ein Ziel ist immer auch, ein besseres Ziel zu finden, und meine Ziele haben sich bisher viermal abgelöst. Als Junge wollte ich nur Technik, die endlosen Möglichkeiten der digitalen Welt, und das fasziniert mich bis heute am meisten.

Ab etwa 2008 wollte ich ein eigenes Start-up, ein großes Business. Business hat mich genauso interessiert wie Technik. Mein erstes Abo der Wirtschaftswoche hatte ich mit 17 oder 18, als die Berufswahl anstand, und ich habe viel über sehr erfolgreiche Leute gelesen.

Etwa 2019/2020, mit dem Minimalismus, war das große Business weg. Eine Milliarde hätte mir nichts gegeben, was eine Million nicht gibt, und ein Start-up hätte mich gekostet, was ich behalten will, nämlich die Entscheidung selbst.

2026 wurde das Ziel, meine Zeit nicht mehr zu verkaufen. Heute zählt nicht die Größe des Business, sondern wem meine Stunden gehören, und dieses Ziel ist diese Staffel.

Wenn du deine eigenen Ziele so aufschreibst, jedes mit einem ungefähren Jahr daneben: Was hat bei dir was abgelöst?

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Diese Woche

Schreib auf, von wo du starten kannst. Zähl die Leute in deinem Netzwerk, die dich diesen Monat für etwas bezahlen könnten, und schreib deine monatlichen Kosten daneben. Bei mir waren es damals ein Netzwerk aus rund zehn Jahren Startups und eine Familie mit drei Kindern.

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Die offene Frage

Bisher hat jedes Ziel das vorige abgelöst. Bei der Zahl bin ich angekommen, um die 250K, bei der Form noch nicht, denn ein Teil davon ist noch verkaufte Zeit. Wenn das Muster hält, wird auch dieses Ziel abgelöst. Nur wodurch? Durch mehr, oder dadurch, dass ich bei 250K bleibe und meine Energie in etwas anderes stecke? Das ist die Entscheidung dieser Staffel, und treffen werde ich sie erst in der letzten Folge. Bis dahin leg deine eigene Liste von oben daneben: Was hat bei dir ein Ziel abgelöst, mehr vom Gleichen oder etwas anderes?

Weiter in dieser Staffel: „Steuern in Deutschland“. Warum das Steuersystem einer meiner größten Hebel war, und was mich das Verstehen gekostet hat.

Nächste Folge: 07 Steuern in Deutschland

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